Auf den Spuren von Johanna Reiss

Drei Klassen, ein Ziel: Angeregt von der Geschichte der kleinen Jüdin Johanna Reiss und ihrem mehrjährigen Versteck im Haus der Bauernfamilie Osterveld während der deutschen Besetzung der Niederlande im 2. Weltkrieg, machen sich die 8d, 9a und 9b auf den Weg nach Winterswijk - dem Ort der Geschichte.

Hier werden wir von Mitgliedern des Freundeskreises von „Kolle Kaal“ begrüßt. Zuerst steht ein Besuch der Synagoge von 1888 auf dem Programm. Die Synagoge mit allen Gebäuden steht unter Ensembleschutz und ist die einzige mit Schule, Gotteshaus, rituellem Bad und Friedhof von 1620 vollständig erhaltene Anlage dieser Art. Hier erfahren wir etwas über die Geschichte des Judentums in den Niederlanden, die Sitten, Gebräuche und Rituale sowie die wechselvolle Geschichte der Winterswijker Synagoge.

Beim anschließenden Stadtrundgang sehen wir nicht nur einige Gebäude, die in Johanna Reiss' Buch „Und im Fenster der Himmel“ eine wichtige Rolle spielen, sondern auch den Bahnhof. Von dem wurden niederländische Juden nach Mauthausen, Sobibor und Auschwitz deportiert. Die drei Denkmäler, die man in Erinnerung an die Zeit unter den Nazis aufgestellt hat, können wir ebenfalls betrachten. Nur den „sprechenden“ Baum (die Dorflinde, an die die Besatzer alle Ge- und Verbote anschlugen), den sehen wir leider nicht, denn der hat nicht überlebt!

Unser Tag in Winterswijk endet in „Het Museumfabriek“, dem lokalen Museum, wo seit kurzem eine Ausstellung über Johanna Reiss und ihre Erlebnisse und Erfahrungen in der Nazizeit stattfindet. Deren zentrales Ausstellungsstück ist ein Nachbau des Schranks, den Johan Osterveld für Johanna und ihre Schwester zum Versteck umgebaut hatte und den fast alle Schülerinnen und Schüler ausprobiert haben – viele mit einem sehr mulmigen Gefühl.

Sixtina Harris und Norbert Verwohlt, unsere Begleiter von „Kolle Kaal“, haben versprochen, uns in Duisburg zu besuchen und mit weiterem Filmmaterial und Informationen unsere Exkursion nach  Winterswijk nachzubereiten.

Wer jetzt Lust hat, die Geschichte von Johanna Reiss nachzulesen, kann das Buch im Leseraum ausleihen.

              

 

 

Mit der 6a in die Schravelsche Heide

Montag, 8.15 Uhr: Strahlender Sonnenschein, skeptische Mienen und ein Treffen am Duisburger Hauptbahnhof: Keiner weiß, was die nächsten drei Tage bringen, für alle ist es die erste Klassenfahrt an dieser Schule und für viele ist es das erste Mal, dass sie alleine von Zuhause weg sind.

Mit dem Zug geht es über Krefeld durch die Erdbeer-, Spargel- und Kartoffelfelder, die Apfelplantagen und die Wiesen Richtung Norden nach Kevelaer. Dort geht es zu Fuß über die Niers in die Schravelsche Heide – nach 20 Minuten liegt die Jugendherberge auf einem Hügel vor uns. Fußballplatz, Basketballfeld und Lagerfeuerwiese bringen das erste Grinsen auf die Gesichter.

Es folgen Tage mit Eindrücken aus dem Leben der Kelten am Niederrhein vor 3000 Jahren, Schilde bauen, Farbtattoos malen,  Zombieball spielen und neue Erfahrungen, Dramen, Grillabende, Nachtwanderung und Lagerfeuer mit Stockbrot. Es wird gekichert und gezickt, gestritten und versöhnt, gelacht und geweint, geholfen und beraten und alle lernen an allen neue Seiten kennen – und das alles völlig ohne Smartphone und WLAN...

Mittwoch ist dann schon wieder alles vorbei und man ist sich ziemlich einig: Das hätte ruhig noch ein paar Tage länger sein dürfen - auch wenn dann das Schlafdefizit bei allen noch größer geworden wäre ….


      

Die Klasse 6a vor der Abfahrt                                                             

   

 

Schülerbetriebspraktikum

 


Mein Praktikum bei DM

Den Platz in dem Drogeriemarkt DM habe ich gefunden, weil ich dort nachgefragt habe, ob ein Praktikum möglich sei. Meine Arbeitszeit war von 9 – 17 Uhr mit jeweils einer Stunde Pause.
Am Anfang habe ich Tätigkeiten erledigt wie einen Lageplan zeichnen, mich bei allen Mitarbeitern vorstellen, Fragen zum Beruf aufschreiben, die Mitarbeiter befragen, Regale putzen und Produkte vorziehen. Nach einiger Zeit durfte ich dann auch neu angekommene Ware einräumen, Etiketten produzieren, die Presse bedienen und den Scan-Code von Produkten schwärzen. Ich war nie unbeschäftigt und hatte immer etwas zu tun. Die wichtigste Anforderung, die die Chefin an mich hatte, war Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.
Mir hat alles gut gefallen und ich würde jedem dort ein Praktikum empfehlen. Das einzige, woran ich mich gewöhnen musste, war die lange Arbeitszeit. Durch dieses Praktikum bin ich mir jetzt sicher, was ich nach der Schule machen will: Ich werde auf jeden Fall meine Ausbildung bei DM machen.

Katharina Rabov, 9c

Paketaktion vom Friedensdorf International in Oberhausen

Auch in diesem Schuljahr packten die Schülerinnen und Schüler aller Klassen wieder fleißig Pakete. Sie und ihre Eltern spendeten lange haltbare Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Konserven, Reis, Nudeln oder auch Schokolade. Die Spenden erhalten Menschen aus Armenien, Nagorny-Karabach und Tadschikistan, die in Not leben. Dort gibt es  viele hunderte Menschen, die in der kalten Jahreszeit von Hunger und Kälte bedroht sind. Die Pakete werden dort verteilt, wo sie am dringendsten benötigt werden: in kinderreichen Familien, in Waisenhäusern und Flüchtlingslagern.  
Ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten für diese Hilfe. Ebenso geht ein Dankeschön an die 10 SW Kurse, die die Aktion organisiert haben! Zusammen mit den 1.375,87 Euro, die beim Sponsorenlauf für das Friedensdorf erlaufen worden sind, konnten wir auch 2017 dazu beitragen, vielen Menschen aus und in Krisengebieten zu helfen.

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

Am 17. November fand wieder der alljährliche Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in der Aula statt. Zuvor hatten die einzelnen Klassen einen Klassensieger ermittelt. Jene standen dann an diesem Tag ein wenig aufgeregt auf der Bühne, um zunächst einen Ausschnitt aus einem selbst gewählten Buch zu präsentieren. Es wurde z.B. aus den Büchern "Ronja Räubertochter" oder "Harry Potter" vorgelesen. Im Anschluss mussten die Kandidaten noch eine unbekannte Textstelle aus dem Buch "Paul und Paula" von Ulf Stark vorlesen. Alle Kandidaten bewältigten diese Aufgabe mit Erfolg. Dann beriet sich die Jury - bestehend aus Frau Kurfürst, Frau Effenberger, Frau Nehles und Frau Christen.
Die Entscheidung fiel dann schnell. Den diesjährigen Vorlesewettbewerb konnte Jazmin Afrane aus der Klasse 6b für sich entscheiden. Sie nimmt nun am Vorlesewettbewerb auf Stadtebene teil. Gleich dahinter kamen die zweiten Gewinner: Yusufcan Bozoglu (6d), Ciara Hamzen (6a) und Jemima Kulaz (6c). Wir gratulieren allen herzlich und drücken Jazmin die Daumen für den Stadtwettbewerb!

 

Weihnachtsgottesdienst der GHRS

Der kostbarste Schatz der Welt

„Was ist der kostbarste Schatz der Welt?“ fragten die Kinder in unserem Weihnachtsgottesdienst. „Geld, Gold, meine Familie, mein Handy, meine Freunde“  - so lauteten einige der Antworten.

Aber dann traten drei Könige auf. Sie hatten sich in der Wüste verlaufen, einer hielt sein Handy in die Luft. Ohne WLAN, ohne Wasser und ohne WhatsApp ging es ihnen ziemlich schlecht, bis sie plötzlich ein Licht sahen. Da beschlossen die Könige, dem Licht zu folgen. Sie waren sicher, dass es sie zu dem kostbaren WLAN führen würde… Am Ende kam alles natürlich anders und die Könige erkannten, dass es Dinge gibt, die deutlich wichtiger sind als das Handy oder WLAN.

Ausgedacht hatten sich das Rollenspiel Withney, Johanna, Vanessa und Stella aus dem Religionskurs 7. Frau Wissing bereitete den Gottesdienst mit diesem und Kindern aus dem Religionskurs 5 vor. Zum Schluss sangen wir gemeinsam das Lied: „Tragt in die Welt ein Licht“ und gingen mit einem Teelicht beschenkt in die Schule zurück.

 

Potenzialanalyse

Was ist eigentlich eine Potenzialanalyse?

Die Berufsorientierung der Gustav-Heinemann-Realschule beginnt in Klasse 8 mit der Potenzialanalyse. Angelina Schmitz aus der 8a berichtet für euch darüber:

Viele Kinder und Jugendliche haben sich bestimmt schon mal gefragt: "Was steckt wohl in mir?" oder "Was habe ich für Fähigkeiten?" Bei der Potenzialanalyse wird genau das herausgefunden. An diesem Tag werdet ihr durch verschiedene Aufgaben geführt und dabei beobachtet. Alleine sollt ihr z.B. selbst etwas gestalten, malen oder zeichnen. Andere Aufgaben bestehen darin, in einem kleinen Einkaufsladen einen Kunden zu bedienen, einem Verletzten erste Hilfe zu leisten und Abrechnungen zu machen. In Partnerarbeit werden Regale zusammengebaut und ein Kriminalfall wird gelöst. So können die Beobachter herausfinden, welche Talente, Stärken, Interessen und Fähigkeiten ihr besitzt. Das ist sehr wichtig für die spätere Berufswahl. Wer seine Stärken kennt, findet leichter das Richtige für sich. Deshalb bekommt ihr euer Ergebnis einige Tage später auch in der Schule erklärt. Wir Kinder und Jugendliche erhalten durch die Analyse der eigenen Fähigkeiten Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl für unsere Zukunft. Daher ist die Potenzialanalyse wichtig und hilfreich.

Ratinale 2017

AG Film gewinnt beim 10. Ratinger Kurzfilmfestival

Mit dem Kurzfilm "Prejudice" gelang der AG Film ein großer Erfolg: Auf dem 10. Ratinger Kurzfilmfestival kam "Prejudice" zusammen mit zehn weiteren Filmen im Kinocenter Ratingen zur Uraufführung und konnte die Jury überzeugen. Anwesend waren Frau Nehles, Frau Papadopoulou sowie die Darstellerinnen Jasmin Hemmers, Nora Sachs und Berin Kurt, die den "Silbernen Löwen" entgegennahmen.
Der Film handelt von einem Konflikt, der bei der Integration eines Flüchtlingskindesin eine neue Lerngruppe entsteht. Im Mittelpunkt steht ein typisches Vorurteil, das dem Jugendlichen in der neuen Klasse begegnet.
Gedreht wurde der Kurzfilm von der AG Film, die zum MINT-Profil der Schule gehört und von Herrn Janssen betreut wird. Neben den bereits erwähnten Darstellerinnen wirkten Obed Adjamah, Gizem Kovucu, Ebru Basar, Meryem Ates und Nazar Ucar mit.
Wir gratulieren zu diesem tollen Erfolg!

>>>Hier<<< geht es zu dem Film.

 

Schule verbindet Menschen

Sport, Spiel und Tanz standen im Mittelpunkt des diesjährigen Schulfestes der Gustav-Heinemann-Realschule. Unter dem Motto "connecting people" hatten alle Klassen gemeinsam mit Lehrkräften und Eltern kreative, sportliche und lustige Mitmachaktionen vorbereitet, in denen sich unsere internationale Schülerschaft widerspiegelte. Bungee Run, Bobby-Car-Rennen, Schokoküsse fangen, Dosen werfen, mit Wasserpistolen eine Bade-Ente treffen, sich schminken lassen, Torwand schießen, in fremden Sprachen schreiben und Wortbedeutungen erraten, möglichst hohe Türme aus Kanthölzer bauen und vieles mehr wurde geboten - für jeden Geschmack war etwas dabei. Mit Spannung erwartet wurde die Preisverleihung bei der von Eltern veranstalteten Tombola, die mit attraktiven Gewinnen lockte. Grill, Créperie, Café und "Cocktailbar" sorgten für das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste.

Alle sechs Jahre findet an unserer Realschule ein so großes Schulfest statt. Neben dem Spaß miteinander verfolgen wir dabei weitere Ziele: Die Schülerinnen und Schüler können lernen, Verantwortung für das Gelingen eines Festes zu übernehmen, Ideen zu entwickeln und umzusetzen sowie miteinander zu arbeiten und auf die Bedürfnisse aller Beteiligten zu achten.

Wir danken allen Sponsoren für ihre großartige Unterstützung: Selgros, MSV, Hanse Merkur, Feinkost Kersten, DM Markt, Audi, Renault, Ford, HiFi Studio, Gebag, Zoo Duisburg, Game Shop, Blumen Niehaus, Media Markt, Holt Damen- und Herrenmoden, Eiscafé Crema und Zum Anker.